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Albanien 🇦🇱

Die Stadt Kruja mit Moschee und Burg im albanischen Hinterland

Auf Albanien freuen wir uns besonders. Bereits 2005 besuchten wir das Land mit unserem Kastenwagen und fahren nun mit vielen schönen Erinnerungen gen Grenze.

In den nächsten Tagen erfahren wir, dass sich das Leben in Albanien vor allem ,modernisiert‘ hat. Landflucht hat zu reger Bautätigkeit geführt, die Städte sind daher enorm in die Breite gewachsen. Der Verkehr hat sich vervielfacht, so dass wir auf den Hauptverkehrsstraßen immer wieder im Stau stehen. Auffällig ist die hohe Zahl hochwertiger Pkw’s der Marken Mercedes und BMW. Nicht wenige haben ein englisches oder deutsches Kennzeichen. In den Städten gibt es Fußgängerzonen mit bunten Straßencafés, Boutiquen sowie viele kleine Mediamärkte. An den Stränden tummelt sich die Familie nicht mehr auf einer großen Decke, sondern mietet Strandliegen mit Sonnenschirmen. Das Müllaufkommen ist explodiert. Müll wird jedoch nicht ordnungsgemäß entsorgt, sondern flächendeckend über das Land verteilt. Flüsse schwemmen diesen in das Meer. Wir lesen nach, dass Albanien Müll importiert. Das erinnert uns an Methoden der Mafia in Süditalien.

Vieles ist in Albanien auch geblieben. Die Fahrweise auf den Straßen ist wie eh und je chaotisch. Wir werden von links und rechts überholt, Fahrräder fahren entgegengesetzt durch den Kreisverkehr, Fußgänger durchqueren überall die Bahn. Auf dem Land ist die Armut noch immer deutlich sichtbar.

Die Stadt Shkodër in Nordalbanien
Die Stadt Berat und das albanische Hinterland

Die Menschen begrüßen uns mit besonderer Herzlichkeit und suchen das Gespräch, auch wenn eine Verständigung nur sehr eingeschränkt möglich ist. Die Offenheit Fremden gegenüber erlaubt uns, überall frei stehen zu dürfen. Diese Freiheit wird z.T. schamlos ausgenutzt. Wir treffen mehrfach Gruppen junger Leute, die in klapprigen, umgebauten LKW’s hausen. An den Stränden beschallen sie ihre Umgebung mit Musik, feiern abends an Lagerfeuern Partys und hinterlassen in ihrem Umfeld Müll aller (!) Art. Auch Portugal gewährte viele Jahre lang alle Freiheiten. Im letzten Winter aber wurden Camper von Einwohnern mit Steinen beworfen, weil diese vor allem den Unrat nicht mehr akzeptieren wollten. Die portugiesische Regierung hat deshalb im Januar 2021 harte Strafen für Freisteher angekündigt.

Diese „alternative“ Szene sorgt für ein schlechtes Image der Camper 😡.

Albanien fasziniert uns erneut. Es erinnert uns an die Türkei und erhält wohl dadurch einen besonderen Platz in unserem Herzen.

Wir genießen die Zeit in Albanien zusammen mit Heidi, Willi und Hund Finn, die wir im letzten Winter in Portugal kennengelernt haben. Wir sind gemeinsam auf Kurs nach Griechenland und haben viel Spaß miteinander.

Mit Heidi, Willi und Finn knüpfen wir an portugiesische Gepflogenheiten an👍😋.

Veröffentlicht von

RiRo

Die Reiseblogger

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