Frankreich ­čçź­čçĚ

An der Biscaya

In Frankreich lassen wir uns von Ort zu Ort treiben. Wir genie├čen heimatliche Gef├╝hle, da wir dieses Land seit 15 Jahren regelm├Ą├čig besuchen. Wir kennen mittlerweile viele lebens- und liebenswerte Orte, an denen wir nun nach einer langen Reise Ruhe finden.

Die C├┤te dÔÇśAzur allerdings ist und bleibt f├╝r WoMo-Reisende ein Transitbereich. Hier sind wir unerw├╝nscht, denn es steht nicht mal ein Parkplatz f├╝r einen Kurzbesuch per Reisemobil zur Verf├╝gung. Nach Monaco, Nizza und Cannes k├Ânnen wir in St. Tropez das erste Mal parken, was jedoch nur in der Nebensaison erlaubt ist. In St. Tropez liegen gigantische Yachten im Hafen, der Ort selbst ist ├╝berraschend klein und unspektakul├Ąr. Nach einer knappen Stunde verlassen wir den Ort.

In Ramatuelle finden wir einen Stellplatz in Meeresn├Ąhe, der nicht nur von Womos frequentiert wird.

SP Ramatuelle in der Region Provence-Alpes-C├┤te dÔÇÖAzur

Wir setzen unsere Reise fort, verweilen in Lieblingsorten im D├ępartement Bouches-du-Rh├┤ne wie Eygauli├Ęres , Fontvieille, Saintes Maries de la Mer und Aigues Mortes, um schlie├člich gen NW den Pont du Gard zu erreichen. ├ťber Google entdecken wir einen Fu├čweg abseits der zwei offiziellen Zugangspforten. Zu unserem Erstaunen stehen wir tats├Ąchlich nach 20 min direkt vor dem Aqu├Ądukt. Der offizielle Eintritt h├Ątte 9,50ÔéČ/Person gekostet. Vor 50 Jahren hat Rike hier w├Ąhrend eines Sprachaufenthaltes in Arles unterhalb des Pont du Gard im Hochsommer gebadet , ohne dass Touristenmassen reglementiert werden mussten. Les temps changent (et nous changeons avec eux).

Pont du Gard

Unser n├Ąchstes Ziel ist Uz├Ęs, wo wir j├Ąhrlich auf dem Wochenmarkt hervorragendes Oliven├Âl erstehen – als Mitbringsel un├╝bertroffen. Anschlie├čend entdecken wir an der C├Ęze die Kaskaden von Sautadet.

Die Kaskaden von Sautadet

Die Tour entlang der Ard├Ęche bis zur Quelle begeistert uns immer wieder ­čĹŹ.

Die Ard├Ęche-Schlucht mit der Pont dÔÇÖArc

Wir wechseln zur Allier, die von sanften H├╝geln und vielen kleinen Orten begleitet wird. Schlie├člich treiben uns die Wettervorhersagen schneller gen Norden als geplant. Erst in Moulins holen wir die Sonne wieder ein. Es ist schon verr├╝ckt, je n├Ârdlicher wir kommen, um so w├Ąrmer wird es ­čśÄ­čĹŹ

Vive la France!

P.S. Dieser Ruf ist nicht ohne Zweifel! Nur eine knappe Mehrheit der (w├Ąhlenden) Franzosen hat im ersten Durchgang der Pr├Ąsidentenwahlen die Demokratie verteidigt.

Italien – Arrivederci ­čĹő

Gen├╝sslicher Empfang in der Toskana ­čśő

Der letzte Teil unserer Italienreise verl├Ąuft recht z├╝gig, weil unser Gehirn sich immer schwerer tut, neue Eindr├╝cke zu speichern. Zudem bewegen wir uns in Regionen, in denen wir bereits einige Urlaube verbracht haben.

Italien – Arrivederci ­čĹő weiterlesen

Von Neapel nach Rom – eine Reise in die Vergangenheit

Neapel und der Vesuv

Wir haben bereits von Paestum im Golf von Neapel berichtet. Ab hier beginnt f├╝r uns eine Fahrt durch die Geschichte Italiens (und Europas). Wir besuchen weitere urbane r├Âmische Siedlungen wie Pompeji s├╝dlich von Neapel und viele Tage sp├Ąter Ostia s├╝dwestlich von Rom, das r├Âmische Amphitheater von Capua, aber auch den K├Ânigspalast Reggia di Caserta des Bourbonen Ferdinand und nicht zuletzt den Montecassino, auf dem sich die deutsche Wehrmacht eine mehrmonatige Schlacht mit den Alliierten lieferte.

Von Neapel nach Rom – eine Reise in die Vergangenheit weiterlesen

Kalabrien/Kampanien auf dem Weg nach Norden

Tropea an der Tyrrhenischen K├╝ste Kalabriens

Nach der Inselrundfahrt Sizilien g├Ânnen wir uns einige Ruhetage in Ardore Marina, wo wir das Ende des Jahres 2021 feierten. Schlie├člich setzen wir unsere Reise an der Tyrrhenischen K├╝ste Kalabriens fort, wo wir immer wieder sch├Âne ├ťbernachtungspl├Ątze am Meer finden und auch so manches Highlight entdecken.

Kalabrien/Kampanien auf dem Weg nach Norden weiterlesen

Die Nordk├╝ste Sziliens

Im Nordwesten von Sizilien

Im NW von Sizilien kehren wir an einen Lieblingsplatz unserer Tour 2020 zur├╝ck. Es ist die Bucht Macari s├╝dlich des Badeortes San Vito lo Capo. Sie geh├Ârt zum Nationalpark Zingaro. Vor vielen Jahren gelang es einer B├╝rgerinitiative, die Bebauung der Bucht zu stoppen. Wir genie├čen die Weite der Bucht, die Ruhe, endlose Spazierg├Ąnge und beeindruckende Farbspiele der Natur.

Die Nordk├╝ste Sziliens weiterlesen

Der Osten Siziliens

An der S├╝dostk├╝ste Siziliens

Am 6.1.22 erreichen wir mit der F├Ąhre den Hafen von Messina auf Sizilien. Wir steuern das K├╝stenst├Ądtchen Torre Faro im NO an. Dort erstehen wir im B├╝ro eines Onlineh├Ąndlers ein flexibles Solarmodul (80W), da unsere Solartasche nach einem Jahr ihren Dienst versagt hat. Unser Verschlei├č an Reifen, Batterien und Solartechnik ist hoch­čś».

Der Osten Siziliens weiterlesen

Der Nationalpark Aspromonte in Kalabrien

Gallipoli – eine Station auf unserem Weg

Nach einer aufregenden Zeit in Brindisi suchen wir Ruhe in Ardore Marina, Kalabrien. Hier haben wir den Jahreswechsel 2019/2020 zusammen mit anderen Campern am Strand gefeiert. Auch in diesem Jahr verbringen ca. 20 Camper die Feiertage am Stellplatz von Ardore Marina. Der Platz liegt direkt an den D├╝nen, ist kostenlos und verf├╝gt ├╝ber eine Ver- und Entsorgung­čĹŹ.

Der Nationalpark Aspromonte in Kalabrien weiterlesen

Auf dem Weg nach Italien ­čç«­čç╣

Nordgriechenland im Winter

Nach unserem abenteuerlichen Abstecher zur Insel Eub├Âa geht unsere Tour ├╝ber Volos quer durch die Berge Nordgriechenlands Richtung F├Ąhrhafen Igoumenitsa.

Volos punktet mit einer langen Promenade, die rund um den Hafen verl├Ąuft. Auf der einen Seite wechseln sich Restaurants und Caf├ęs ab und auf der anderen Seite sieht man Yachten der Vercharterer, aber auch viele Privatyachten. Wir erinnern uns an einmalig sch├Âne Momente auf der Rafaga, aber auch an die immense Arbeit, die diese Schiffe verursachen­čś│. Fu├čl├Ąufig zur Strandpromenade entdecken wir mehrere Einkaufsstra├čen, die einen Shoppingbummel lohnen. Volos ist kein Highlight, aber ein kleines Schmuckst├╝ck auf unserem Weg.

Volos in Weihnachtsstimmung

Auf dem Weg nach Westen sehen wir in der Ferne den schneebedeckten Olymp, den heiligen Berg der griechischen G├Âtter. Auch die Kulisse der Meteora-Kl├Âster (siehe Bericht Okt.ÔÇś19) beeindruckt uns wieder.

F├╝r eine kleine ├ťberraschung sorgt bei der Weiterfahrt eine Passstra├če, die parallel zur mautpflichtigen Autobahn verl├Ąuft. Wir wollten eigentlich nur die Maut sparen und sch├Âne Panoramaansichten genie├čen. ├ťberrascht m├╝ssen wir feststellen, dass auch in GR der Winter eingezogen ist. Denn oben am Pass ist die Stra├če mit einer dichten Schneedecke bedeckt. Obwohl wir Winterreifen aufgezogen haben, brechen wir die Weiterfahrt ab. Das Schicksal haben wir auf unseren Touren schon oft genug herausgefordert, wir wollen es nicht ├╝bertreiben.

Die Meteora-Kl├Âster und ein winterliches Griechenland

├ťber die Autobahn geht es dann durch kilometerlange Tunnel nach Ioannina und weiter nach Igoumenitsa.

In Ioannina treffen wir auf einen emeretierten Professor aus Athen, der den Exodos der Griechen in Messolongi 1826 in vielen Jahren intensiver Arbeit fig├╝rlich dargestellt hat. Dem Kunstgenuss folgt der leibliche Genuss. Die Restaurants haben sich auf kalte Abende eingestellt.

Nach dem Gespr├Ąch mit dem Professor und unter dem Eindruck der Ausstellung interessiert sich Rike f├╝r die Geschichte von Messolongi. Bei Wikipedia ist zu erfahren:

Messolongi hatte im Freiheitskampf der Griechen gegen die Osmanen 1821 einen bedeutenden Sieg errungen. Die Osmanen gaben jedoch nicht auf und belagerten die Stadt in einer zweiten Angriffswelle.

ÔÇ×Im Fr├╝hjahr 1826 war die Situation der Belagerten aussichtslos geworden, so dass f├╝r die Nacht des 10. April ein Ausbruch aus der feindlichen Umzingelung beschlossen wurde. Mittels dreier mobiler Br├╝cken versuchten die Einwohner, den die Stadt umgebenden Graben und sp├Ąter die t├╝rkischen Linien zu ├╝berwinden. Diejenigen B├╝rger, die zu alt, krank oder geschw├Ącht f├╝r eine schnelle Flucht waren, verschanzten sich mit den verbliebenen Munitionsvorr├Ąten im Zeughaus und in der Windm├╝hle der Stadt. Der Ausbruchsplan wurde jedoch an die T├╝rken verraten, die somit auf die Situation vorbereitet waren und ein Massaker unter den Fl├╝chtenden anrichteten. Nur einigen Hundert Griechen gelang die Flucht aus dem Belagerungsring, die in der Stadt verbliebenen B├╝rger sprengten sich nach blutigen Stra├čenk├Ąmpfen gegen die eindringenden Eroberer in den Morgenstunden des 12. April selbst in die Luft.

Mit dem Exodos der Verteidiger Messolongis wurde die Basis f├╝r einen nationalen Mythos gelegt, der im griechischen Selbstverst├Ąndnis bis heute pr├Ąsent ist. Die enorme symbolische Bedeutung, die den Ereignissen um die Belagerungen zuerkannt wurde, hat dazu gef├╝hrt, dass viele Fakten und Zahlen von pro-griechischer Seite entstellt oder massiv ├╝bertrieben wurden, w├Ąhrend Angaben von t├╝rkischer Seite kaum ├╝berliefert und von der historischen Forschung so gut wie nicht aufgearbeitet sind. Es ist davon auszugehen, dass sich im April 1826 etwa 10.000 Menschen in den Mauern von Messolongi aufhielten, von denen wohl nur 1.000 die K├Ąmpfe ├╝berlebten.ÔÇť

Von Igoumenitsa soll uns eine F├Ąhre nach Brindisi bringen. Da die F├Ąhre aufgrund schlechten Wetters Versp├Ątung hat, m├╝ssen wir unser WoMo zwischen K├╝hllastern parken. Deren Last wird gek├╝hlt, unser Gem├╝t erhitzt. Neben dr├Âhnenden Motoren stehen wir von 21 Uhr abends bis um 5 Uhr morgens, bis wir nach langer Wartezeit an Bord kommen ­čśí. Unsere Kabine knatscht und quietscht, das Schiff schlingert, aber die Ersch├Âpfung l├Ąsst uns schlie├člich in den Schlaf fallen­čś┤.

­čç«­čç╣ Italia, wir kommen ­čĹŹ