Wir haben unser erstes Ziel > Griechenland 🇬🇷 < erreicht 😃

Ankunft in Griechenland 😄👍

Zuvor mussten wir aber noch Bulgarien durchqueren, das wir heute nach Besuchen in Tschechien, Ungarn und Rumänien das Armenhaus Europas nennen.

Wir waren froh, dass wir vor unserer Abreise unser Mobil mit neuen und stärkeren Reifen versehen hatten, denn die Straßen waren größtenteils in einem sehr schlechten Zustand. Immer wieder begegneten wir einfachen Pferdefuhrwerken, meist vollbeladen mit Heu. In jedem Dorf fanden wir heruntergekommene oder verfallene Häuser vor, da die jungen Leute ihre Dörfer verlassen. Die Häuser werden für wenig Geld von Sinti und Roma aufgekauft, die oftmals nur das Erdgeschoss bewohnen können. Einheimische sind wegen dieser Entwicklung sehr besorgt. Sinti und Roma pflegen noch indisches Kastentum, so dass es Dorfhierarchien gibt, die aber für Außenstehende nicht erkennbar sind.

Unser Fazit aus der Tour durch Südosteuropa:

Wohnmobilisten haben hier keine Bedeutung. Es gibt kaum Reisemobilstellplätze. Freistehen ist überall möglich. Jedoch war schon immer (!) vorher jemand da, der Müllberge hinterlassen hat. ( Es sind nicht Plastikhalme, sondern Feuchttücher, die jeden Winkel in diesem Teil Europas überziehen!)

Wir haben Campingplätzen den Vorzug gegeben, zumal uns Kultur, Städte und menschlicher Alltag interessierten und das Essen in Restaurants enorm preiswert war (z.B. Bulgarien > Wein, Bier, Salat, Fleischspieße mit Chips = 7,50€).

Es gibt in jedem Land kulturelle Highlights, die gemeinsame Geschichte bezeugen. Es gibt kulturelle Unterschiede, die erstaunen, erfreuen, aber auch abstoßen. Männer mit Stiernacken, Bierbauch und Goldkettchen waren letztlich Anlass, die Fahrt nach Griechenland zu beschleunigen.

Ein kulturelles Highlight in Bulgarien war das Thrakergrab von Kasanlak aus dem 4. Jh. vor Christus. Wir konnten neben dem verschlossenen Original eine Kopie besichtigen.

Beeindruckender war allerdings ein CP, den ein Engländer zusammen mit seiner japanischen Frau in 10 Jahren aufgebaut hat- eine Wohlfühlinsel mit allem Komfort. Das umgebende Dorf ist völlig heruntergekommen. Und dennoch: wir haben in einem kleinen Restaurant einfach, aber gut gegessen und wurden in der Dorfkneipe anschließend herzlichst empfangen. Während Englisch in allen Ländern Osteuropas weit verbreitet ist, mussten wir uns in diesem Dorf ohne Englisch verständigen. Aber oft reichen wenige Vokabeln, die uns ein Übersetzungsprogramm im Netz zur Verfügung stellt.

Das Thraker-Grab und der Wohlfühl-Campingplatz

Womo-Infos: (u.a. haben wir diese CP besucht)

H –

In Budapest haben wir auf dem Haller-Campingplatz (28€) übernachtet. Der Platz liegt mitten in der Stadt, so dass wir von hier aus gut unsere Besichtigungen per Metro oder per Fahrrad starten konnten.

RO –

Aurel Vlaicu (Benzendorf) – Campingplatz mit Pool, aber sonst sehr einfach (13,50€)

Bran (Trötzburg) – Vampir Camping, der Campingplatz hat auch schon bessere Tage gesehen (16,50€).

Bukarest – Stadtcampingplatz im Norden von Bukarest (19€). Idealer CP um die Stadt (2,5km) zu erkunden.

BG –

Empfehlen können wir hier, wie oben erwähnt, Alexandrovo Camping in Haskovo (15€).

Veröffentlicht von

RiRo

Die Reiseblogger