
Das Wetter im Mai ist sehr unbeständig. Dann kündigt uns die Wetter-App ein sonniges Zeitfenster von drei Tagen an. Wir eilen nach Rom und erreichen unseren Stellplatz komplikationslos und staufrei.
In der Hoffnung, uns die Besichtigungstour erleichtern zu können, kaufen wir den Rom-Turbopass für 323€! Er beinhaltet z.B. den Hop-on-Hop-off-Bus für zwei Tage. Es stellt sich später heraus, dass dieser nicht wie in Paris, Madrid, Bukarest,… an den Highlights hält, sondern immer längere Anlaufwege bedingt. Unkomfortabel!
Über den Turbopass buchen wir den Besuch des Pantheons, der vatikanischen Museen und des Petersdoms.
Forum Romanum, Kolosseum und Engelsburg sind auch enthalten, sind aber in den nächsten 10 Tagen ausgebucht ☹️.
Am Pantheon treffen wir auf Menschenmassen, die sich in Warteschlangen einreihen. Glücklicherweise werden Turbopassinhaber bevorzugt behandelt, so dass sich unsere Wartezeit verkürzt. Über den Turbopass haben wir alle Eintrittskarten und Reservierungen online gebucht, mussten dann allerdings vorher die Karten in Papierform oder als QR-Code fürs Handy in einem Reisebüro auf der Piazza Navona abzuholen. Was soll das?
Auf diese Weise betreten wir also zuerst die Piazza Navona, die in der Antike ein Stadionplatz war, das 30000 Zuschauer fasste. Noch heute ist sie so bevölkert, dass ihre Schönheit kaum wahrzunehmen ist.






Weiter geht es zur Spanischen Treppe (1725), an deren Fuß die Fontana delle Barcaccia für Frische sorgt und in deren Nähe sich die Säule der Unbefleckten Empfängnis zur Erinnerung an dieses Dogma (1856) erhebt. Auch hier: Menschenmassen.
Der Höhepunkt des Tages ist das Gewimmel am Trevi-Brunnen. Ergattert man oberhalb einen Standort, kann man die Selbstverliebten beobachten, die sich nach Zahlung einer Eintrittsgebühr für Selfies positionieren. Nie wieder Rom!?



Erschöpft versuchen wir nach 17.000 Schritten für die Rückfahrt einen Bus zu finden, der uns zu unserem Stellplatz bringt. Wir steigen mehrfach ein, dann wieder aus, weil die Richtung nicht stimmt. Die Auskünfte der Busfahrer sind vage. Schließlich steigen wir genervt in ein Taxi.



Am nächsten Tag starten wir neu! Es geht mit den Fahrrädern zur Vatikanstadt, mal auf Fahrradspuren, mal auf Bürgersteigen, insgesamt komplikationslos und deshalb entspannend. Während wir mit unserer Online-Reservierung am Vatikanischen Museum in die Schnellspur eingeordnet werden, müssen wir uns den Einlass in den Petersdom eine Stunde lang in einer Warteschlange vor dem Gepäckscanner, Schritt um Schritt erarbeiten. Der Bildung haben wir schließlich Genüge getan, ein Genuss war es nicht! Uns fehlt der notwendige Spirit.















Vatikanisches Museum + Sixtinische Kapelle









Petersplatz + Petersdom
Nun kommt der entspannte Teil: Mit den Fahrrädern durchfahren wir die Stadtteile Travestere und Rione Sant‘Angelo.
Ein Abendessen rundet diesen Teil des Tages ab.


Unser letzter Abend in Rom
Am nächsten Morgen sind wir so geschafft, dass wir Rom verlassen. Wir sind ziemlich unvorbereitet in dieses Abenteuer gestartet. Deshalb waren Eintritte und Fortbewegung enorm anstrengend. Nun aber wissen wir, wie wir den nächsten Besuch entspannter gestalten können.
Wir wollen wiederkommen – trotz der unvorstellbaren Menschenmassen!
