Das Leben meint es gut mit den Dänen und denen, die den Dänen nahestehen!?

Was Robert mit seinen Segelbooten nicht erreicht hat, haben wir nun mit unserer Landyacht geschafft: den Törn zum Skagens Gren, der Nordspitze Jütlands (DK). Doch alles der Reihe nach.

Die Einreise nach Jütland erschien uns zunächst schwierig, da Dänemark (bis heute) eine Übernachtungsbuchung von mindestens 6 Tagen verlangt. Auf einem Stellplatz in Kappeln teilte uns jedoch ein dänischer Camper mit, dass dies nicht für Reisemobile gelte.

Diese Bestimmung ist zwar nirgends schriftlich verzeichnet, aber wir wagen die Fahrt zur Grenze ohne Buchung. Tatsächlich können wir die Grenze nach kurzer Passkontrolle problemlos passieren🤔😄.

Über gut ausgebaute Straßen und durch eine eintönige, landwirtschaftlich geprägte Landschaft geht es nun gen Norden. Bei unserer ersten Übernachtung in einem Yachthafen und einem Sundowner im Ort müssen wir leider feststellen, dass DK erheblich teurer ist als D☹️.

Auf unseren Touren durch den Süden Europas zahlten wir für unseren Sundowner (einen Wein und ein Bier) in einer Bar um die 7€. Hier sind wir mit dem doppelten Betrag dabei. Dies gilt auch für Stellplätze.

Die offiziellen Stellplätze (nicht Campingplätze), die oft in Yachthäfen liegen oder privat von Bauern angeboten werden, kosten überwiegend ca. 20€ plus Strom. Doch wir finden schnell eine Alternative. In der App „park4night“ werden viele Picknick- und Parkplätze aufgeführt, auf denen das Übernachten toleriert wird. Wir finden phantastische Stellen, wie man auf den Bildern sehen kann: hervorragende Aussichten und viel Ruhe (trotz Hochsaison!).

In einer SMS an Freunde haben wir unsere Eindrücke so zusammengefasst:

„Jütland im Inneren ist langweilig, die Nordseeküste mit seinen großen Wanderdünen beeindruckend, die Ostseeküste verfügt hingegen über interessantere Orte. Und: Dänemark ist teuer!! Wir waren deshalb noch kein einziges Mal in einem Restaurant ☹️. Dafür stehen wir immer frei und das auf sehr schönen Plätzen 👍. Das Wetter: Seit einer Woche herrschen Starkwind, Regen und Kälte 👎. Mittelmeer-Camper wie wir schütteln sich. LG RiRo“

Seit drei Tagen zeigt sich die Sonne wieder. Wir haben das trockene Wetter genutzt, um einen Autostrand aufzusuchen. Die Aussicht direkt auf das Meer ist unvergleichlich schön! Doch wenn der Strand zur Automeile verkommt, auf der in einem ständigen Kommen und Gehen Autos fahren und parken, verliert die Natur ihren Reiz. Glücklicherweise können wir den Touri-Hotspots ausweichen und eine der vielen einsamen Stellen aufsuchen. Die Temperaturen bleiben auch bei Sonnenschein mit maximal 16 Grad niedrig, so dass unsere Campingstühle in der Garage dämmern.

Die Kultur kommt nicht zu kurz, denn Wikinger- und Freilichtmuseen sind zahlreich.

Fazit:

Die Tour durch Dänemark hat ambivalente Gefühle hinterlassen.

Falls man Strom sowie externe Toiletten/Duschen benötigt und sich auf offizielle Plätze begibt, wird es mit Preisen ab 20 € teuer.

Abendliches Heizen bei 11-13 Grad Außentemperaturen lässt den Gasverbrauch steigen. Wir konnten jedoch keine Autogas-Tankstelle ausfindig machen. Daher haben wir an manchen Abenden einen dickeren Pullover aus dem Schrank genommen, um Gas zu sparen 😡.

Kostenlose Ent- und Versorgungsstationen finden sich an vielen Autobahnraststätten oder in Yachthäfen 👏.

Die Dieselpreise sind moderat: 1,14 €/l.

Die meisten Restaurants bieten Fastfood in vielen Varianten an. Auch hier sind Preise ab 17€ nicht ungewöhnlich. Bemerkenswert ist, dass Speisekarten selbst in touristischen Hochburgen ausschließlich auf dänisch verfasst sind☹️.

Wir haben die Ruhe Dänemarks genossen 👍, zumal wir kurz zuvor die Touristenmassen an der deutschen Ostseeküste erlebt hatten. Dennoch konnte diese Tour keine nachhaltige Begeisterung hervorrufen.

Als Mittelmeer-Camper sind wir wohl zu verwöhnt 😎.

Veröffentlicht von

RiRo

Die Reiseblogger

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