2009 Korsika

Korsika < die wilde Insel

Schon seit geraumer Zeit stand der Besuch von Korsika ganz oben auf unserer Wunschliste. Doch gab es immer wieder GrĂĽnde, eine Reise zu verschieben.
Die Oster- oder Herbstferien erschienen uns zu kurz, um eine Insel dieser Größe und Vielfalt kennen lernen zu können. Die Sommerferien erschienen uns ungeeignet, weil es stets Überschneidungen mit der Haupturlaubszeit der Franzosen und Italiener gab.
Zudem wurden wir im Internet von WoMo-Reisenden gewarnt: keine Stellplätze, überfüllte Campingplätze, Übernachtungsverbote auf Parkplätzen, durch Querbalken gesperrte Strandparkplätze, Steinwürfe auf frei stehende WoMo’s.


Vieles trifft dort zu, wo sich Touristenzentren bzw. Strände und Bergrouten befinden, die in den Reiseführern empfohlen werden.
Da wir aber ein kleineres und unauffälligeres Reisemobil fahren, haben wir immer wieder schöne Stellen an Stränden und Gebirgsbächen abseits der Touristenpfade gefunden. Diese (Übernachtungs-)Plätze können wir als Tipp weitergeben. Ob man dort auch in Zukunft ungehindert stehen kann, können wir jedoch nicht garantieren, da ja „Freies Stehen“ (Wildcampen) auf Korsika grundsätzlich verboten ist.
Wir hielten wir uns nie länger als zwei Tage auf, so dass wir nicht auffielen. Und wenn man niemanden stört, gilt auch hier der Spruch: „Wo kein Kläger, da kein Richter“.
Wir waren nur zweimal auf einem Campingplatz. Hier fiel uns auf, dass man sich auf den kleineren CP kaum auf WoMo’s eingestellt hat. Es fehlen Entsorgungs-möglichkeiten für Abwasser und WC, so dass die WC-Kassette in der normalen Toilette entsorgt werden muss – nicht gerade die feinste Art.
Stellplätze gibt es nur dort, wo sich wenige CP befinden, nämlich auf der nördlichen Halbinsel Cap Corse. Ansonsten haben wir keinen offiziellen Stellplatz entdeckt. Vermutlich ist die Lobby der CP-Besitzer so einflussreich, dass die Gemeinden keine Stellplätze einrichten dürfen.
Insgesamt war es ein toller Urlaub, ganz nach unseren Vorstellungen. Korsika ist landschaftlich eine fantastische Insel, die viele Aktivitäten zulässt. Herrlich ist es, morgens auf 1600 m Höhe zwischen Schneeresten zu wandern und abends im Meer bei 25° zu schwimmen.
Leider hat man meist das Gefühl, als Reisemobilfahrer nicht gerne on tour gesehen zu werden. Wer mit einem Wohnmobil kommt, sollte sich korsischer Erwartung gemäß auf einen Campingplatz stellen und dort seinen Urlaub verbringen.
Jeder, der über ein kleineres Reisemobil verfügt, sollte dieser Erwartung trotzen. Unser Kastenwagen hatte die richtige Größe, um am Strand ein ruhiges Plätzchen zu finden oder auch auf schmalen Passstraßen die Bergwelt zu erkund

Zusammenfassung:
Gesamtstrecke = 3.850 km
Fähre (WoMo, 2 Pers. 1 Hund) = 230,60 €
Ăśbernachtungen: 29 Tage
Freies Stehen: 21 Tage
Campingplätze: 4 Tage
Stellplätze: 4 Tage

Karte der Korsikaroute

Veröffentlicht von

RiRo

Die Reiseblogger

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