Kulturprogramm > Olympia und Messene <

Nach entspannten Tagen am Strand freuten wir uns auf das nĂ€chste Kulturprogramm: Besichtigungen von Olympia und Messene. DafĂŒr mussten wir die KĂŒste verlassen und uns in die Bergregion der Halbinsel begeben.

Die AusgrabungsstĂ€tte von Olympia ist die bekannteste historische StĂ€tte auf der Peloponnes. Die jĂ€hrliche Besucherzahl wird mit rund 800.000 angegeben. Besonders voll wird es, wenn im nicht weit entfernten Hafen von Katakolo ein oder mehrere Kreuzfahrtschiffe angelegt haben. Die GĂ€ste der Schiffe werden mit Bussen zu den historischen StĂ€tten von Olympia befördert. Da jeder die Olympischen Spiele kennt, möchten viele Touristen die Wurzeln dieser Großveranstaltung besuchen.

Wir hatten GlĂŒck im UnglĂŒck: Die Besucherzahl war ĂŒberschaubar. Auf dem GelĂ€nde waren hauptsĂ€chlich Individualtouristen unterwegs. Diese scheuten wie wir den Besuch nicht, obwohl uns ein krĂ€ftiges Gewitter mit heftigen Schauern einholte. Im angeschlossenen Museum konnten wir uns die ausgestellten Objekte glĂŒcklicherweise trockenen Fußes ansehen.

Die ersten offiziellen Olympische Spiele fanden 776 v. Chr. statt. In dieser Zeit entwickelte sich die Polis, der griechische Stadtstaat, und die Götterwelt beflĂŒgelte die Mythologie.

Ausgrabungen in Olympia

Museum von Olympia

Die AusgrabungsstÀtte Olympia war interessant, zumal seit unserem letzten Besuch wieder einige Grundmauern ergÀnzt werden konnten. Begeistert haben uns allerdings die Ausgrabungen in Messene.

Auf dem Weg dorthin machten wir noch einen Abstecher zum Apollontempel von Bassae, der in der Bergwelt Arkadiens in einer Höhe von 1130 Metern der Nachwelt erhalten blieb, wenn auch durch viele Erdbeben stark beschĂ€digt. Vermutlich ist es gerade seiner abgeschiedenen Lage am Rande eines tiefen Taleinschnittes zu verdanken, dass er der zweitbeste (nach dem Parthenontempel auf der Akropolis in Athen) erhaltene Tempel in Griechenland ist. Da der Tempel seit Jahren restauriert wird, wurde ĂŒber dem gesamten Tempel ein riesiges Zelt errichtet.

Der Tempel wurde von den Bewohnern des antiken Phigalis 420 v. Chr. zum Dank fĂŒr die Errettung von der Pest errichtet.

Der Apollon-Tempel

Weiter ging es nach Messene.

Das antike Messene (370 v. Chr.) ist wohl die schönste antike AusgrabungsstÀtte Griechenlands. In traumhafter Landschaft abseits der Touristenströme gelegen, ist dieses Highlight unbedingt einen Besuch wert.

Obwohl bereits im Jahr 1885 in Messene gegraben wurde, sind die herausragenden Entdeckungen erst in den vergangenen 25 â€“ 30 Jahren freigelegt worden. Die entscheidenden Hinweise fĂŒr diese Funde stammen von Pausanias, dem ersten „Reiseblogger“ Europas. Sein Werk ĂŒber Messinien wurde 1979 ins Neugriechische ĂŒbersetzt und gab Anlass fĂŒr umfangreiche Grabungen und diese dauern bis heute an.

Das antike Messene

Auf historische Beschreibungen haben wir absichtlich in diesem Blog verzichtet, da man dies alles ausfĂŒhrlich im Internet z. B. bei Wikipedia nachlesen kann.

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