Der letzte Finger und der Daumen der peloponnesischen Hand

Der letzte Finger der Peloponnes überraschte uns mit der Festungshalbinsel „Monemvasia“ sowie mit beeindruckenden Touren durch die Berge, die uns zu schönen Buchten und Fischerorten führten.

Monemvasia liegt auf einem gewaltigen monolithischen Fels, wenige Hundert Meter vor dem Festland. Im Mittelalter und während der byzantinischen Herrschaft gehörte die Stadt zu den bedeutendsten der Peloponnes.

Der Eroberung der Festung Monemvasia folgten wieder einige Strandtage.

Relaxen

So erholt und gestärkt wollten wir als letztes den Daumen der peloponnesischen Hand erfahren.

Diese Region ist vor allem durch die Ausgrabungen von Mykene, Epidauros und der schönen Hafenstadt Nafplio bekannt. Sie ist geprägt durch Gebirgszüge und eingerahmt vom Saronischen und Argolischen Golf, so dass wir auch hier wieder abwechseln konnten zwischen kulturellen Besichtigungen und Müßiggang am Strand.

Wer sich für „alte Steine“ interessiert, darf sich Mykene mit den gewaltigen Mauern und Toren sowie den Gräbern und dem Burg-Palast nicht entgehen lassen. Die mykenische Kultur gilt als eine der ersten europäischen Hochkulturen.

Die Ausgrabungen beweisen, dass seit dem dritten Jahrtausend vor Christi in Mykene Menschen gesiedelt haben. Die Stadt war schon ein Handelszentrum zu einer Zeit, als Athen noch zu den Dörfern zählte. Die Goldmasken der mykenischen Könige oder der Name Agamemnon sind untrennbar mit Mykene verbunden.

Attraktionen der Ausgrabungsstätte sind Bauwerke wie die Kuppelgräber und das Löwentor.

Die Ausgrabungen in Mykene gehen auf Heinrich Schliemann zurück, dem Entdecker von Troja. Er entdeckte hier die Königsgräber und die darin enthaltenen goldenen Totenmasken.

Weiter ging es dann nach Nafplio.

Diese Stadt wird als die schönste Stadt der Peleponnes bezeichnet. Es stimmt! Wir waren ebenfalls angetan von dem Hafenort, so dass wir hier einige Tage blieben, um durch die alten, sehr gepflegten Gassen mit vielen Bars und Geschäften zu bummeln.

Zufällig wurde in dieser Zeit auch ein typisch griechischer Wochenmarkt abgehalten. Gemüse und Obst kosten auf den Märkten ca. 1€/kg!

Nafplio und unser abendliches Dinner in einem Lokal, bei dem die Dekoration nur aus gemalten Kinderbildern besteht.

Das nächste Kulturprogramm erwartete uns in Epidauros.

Hier war das Theater das Highlight. Es stammt aus dem 4. Jahrhundert v. Chr. (330 v. Chr.) und ist das größte und eindrucksvollste antike Theater des Landes. Auf der riesigen, halbrunden Tribüne finden bis zu 14.000 Zuschauer Platz. Neben den Ausmaßen des Theaters von Epidauros beeindruckt vor allem seine ausgezeichnete Akustik.

Ein beliebter „Akustik-Test“ im Theater von Epidauros ist das Fallenlassen einer Münze auf die Steinplatte im Zentrum des Bühnenrings, das auch vom obersten Rang problemlos gehört werden kann. Dieses konnten wir nach einem eigenem Test bestätigten 👍.

Das Theater von Epidauros dient auch heute noch seinem ursprünglichen Zweck. Im Juli und August finden die internationalen Musikfestspiele „Greek Festival” statt.

Das Theater gehört zu den Ausgrabungsstätten von Epidauros , der bedeutendsten antiken Kultstätte, die Gott Apollon und seinem Sohn Asklepios geweiht war.

Epidauros war Heiligtum, Kurbetrieb und Pilgerort zugleich. Die Pilger kamen hierher, um im Tempel zu beten. Die Kranken erhofften sich rasche Heilung von ihren Beschwerden durch: kultische Reinigung in einem der zahlreichen Brunnen, einem Opfer an Asklepios, einem „Tempelschlaf“ im Abaton, um im Traum durch Asklepios selbst zu erfahren, welche Heilmethode individuell die geeignetste sei.

Ausgrabungsstätte Epidauros

Veröffentlicht von

RiRo

Die Reiseblogger

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