Basilikata, das Mauerblümchen im Süden

Auch das gehört zu unserer Art des Reisens. So mussten wir uns manches Mal einen Weg frei schneiden.

Auf dem Weg von Apulien nach Kalabrien durchquerten wir die Provinz Basilikata.

Die Basilikata ist bekannt für einsame Strände und Buchten, eingebettet in sattgrüne Wälder und karge Berglandschaften.

Hier erwartete uns im Hinterland Matera, die europäische Kulturhauptstadt 2019 war und Weltkulturerbe der UNESCO ist.

Matera ist eine der ältesten Städte der Welt und mit ihren außergewöhnlichen Höhlensiedlungen, den sogenannten Sassi, ein Magnet für den internationalen Tourismus.

Kaum vorstellbar, dass die Stadt einst wegen ihres unzumutbaren, hygienischen Zustands als „nationale Schande“ bezeichnet wurde. Anfang der 50er Jahre lebten in den Höhlenwohnungen rund 15.000 Menschen ohne Strom und ohne fließendes Wasser.

Die Regierung in Rom setzte daraufhin eine drastische Maßnahme durch. Sie ließ die Sassi in Matera komplett räumen. Die dort lebenden Menschen wurden in Neubauten zwangsumgesiedelt. 1968 war die Umsiedlung abgeschlossen und die Grotten verfielen.

Erst 1986 wurden die Sassi wiederentdeckt und unter Denkmalschutz gestellt. In den 1990-er Jahren begann die Restaurierung. In den Sassis entstanden Restaurants, Museen, Künstlerwerkstätten und Hotels.

Matera – die Höhlenwohnungen wurden durch Vorbauten erweitert, auf die der Nachbar ein eigenes Geschoss setzte.

In dieser Wohnung wohnte eine Familie mit mehreren Kinder und Haustieren. Die Kinder schliefen zusammen mit den Eltern im Bett oder in den Schubladen einer Kommode.

Veröffentlicht von

RiRo

Die Reiseblogger

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