StĂ€ndig auf der Flucht

Auf der FĂ€hre von Korsika nach Toulon

Wir haben das französische Festland erreicht und sind jetzt in Fontvieille/Provence.

Wie schon berichtet, konnten wir Sardinien im letzten Moment verlassen. Zwei Tage nach unserer Überfahrt nach Korsika wurde der FĂ€hrverkehr zwischen den Inseln eingestellt. Eigentlich wollten wir es auf Korsika wieder langsam angehen lassen. Doch auch hier trieb uns die Frage um, ob der FĂ€hrbetrieb zum Festland gefĂ€hrdet ist.

Um der anhaltenden Ungewissheit zu entgehen, beschlossen wir, auch diese Insel schnell zu verlassen â˜č. Mit der NachtfĂ€hre setzten wir nach Toulon ĂŒber und machten uns auf die Suche nach einem Übernachtungsplatz.

In den StĂ€dten, die wir durchquerten, waren zwar alle GeschĂ€fte und Lokale geschlossen, aber die Menschen waren auf den Straßen rege unterwegs und standen zum Plauschen in Gruppen zusammen.

Alle GeschĂ€fte und Lokale sind geschlossen, aber das Leben auf der Straße geht weiter, z.B. in Marseille.😳

So wunderten wir uns nicht, als die französische Regierung eine Ausgangsperre ankĂŒndigte. Und schon wieder mussten wir ĂŒberlegen und eine Entscheidung treffen. Fahren wir zurĂŒck nach Deutschland oder bleiben wir in Frankreich? Wird man uns hier dulden? Wo können wir bleiben? Wir entschieden uns fĂŒr einen offiziellen Stellplatz bei Fontvieille in der Provence.

Hier stehen wir nun in Nachbarschaft zu einem französischen Wohnmobil auf einem großen, schön angelegten Platz. Da die Ausgangssperre inzwischen verhĂ€ngt wurde, werden wir hier vorerst bleiben. Laut französischer Verordnung dĂŒrfen wir im Ort einkaufen und im nahen Wald spazieren gehen. Sobald wir uns vom Platz entfernen, mĂŒssen wir ein französisches Formular mit uns fĂŒhren, auf dem der Grund unserer TĂ€tigkeit in einer Reihe von Möglichkeiten angekreuzt ist.

Unklar ist, wie lange man uns hier dulden wird. TĂ€glich dreht eine Polizeistreife die Runde ĂŒber den Platz und verschwindet wieder.

Der Stellplatz bei Fontvieille

Langeweile fĂŒrchten wir nicht, denn wir haben vorgesorgt. So hat jeder von uns einen EBook-Reader mit ĂŒber 400 BĂŒchern sowie ein iPad zum Surfen oder Lesen und Spielen. Zudem haben wir mehrere Gesellschaftsspiele und ein Satelliten-TV an Bord. Damit dĂŒrften wir fĂŒr einen lĂ€ngeren Aufenthalt gut gerĂŒstet sein.

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