Andalusien lockt

Strand bei Huelva

Portugal war noch eines der wenigen Länder im Süden, in dem man Reise- und Bewegungsfreiheit bis tief in den Winter hinein genießen durfte. Diese haben wir reichlich genutzt – und intensiv genossen. Jeder Tag war kostbar.

Während der Feiertage beobachteten wir, wie sorglos die Bevölkerung in der Stadt und am Strand miteinander umging. Nur wenige Menschen trugen Masken oder hielten Abstand. So wunderte es uns nicht, dass die Regierung Anfang Januar einen harten Lockdown anordnete.

Dieser war für uns das Signal weiterzuziehen ☹️. Der Abschied von lieb gewonnenen Menschen auf dem SP in Armação de Pera fiel uns schwer, dennoch lockte uns die Freizügigkeit in Spanien.

Freistehen in Spanien

Innerhalb eines Tages erreichten wir Andalusien. Als Erstes fiel uns das strikte Einhalten der Coronaauflagen auf! Auf der Straße sieht man niemanden (!) ohne eine Maske.

Nach unseren Recherchen waren die Inzidenzwerte in Andalusien um die Hälfte niedriger als in Portugal, der Alltag war nur wenig eingeschränkt. Für uns bedeutete dies, dass wir frei am Strand stehen durften (was in Portugal schon seit Wochen verboten war) oder einen Bummel durch Huelva, Chipiona oder Rota mit anschließender Einkehr in eine der vielen Tapas-Bars machen konnten 👍.

Huelva, von hier aus startete Kolumbus seine erste Fahrt.

Bilder aus Chipiona

Momentaufnahmen aus Rota

Leider sind auch in Andalusien die Infektionszahlen aufgrund der Festtage in die Höhe geschnellt, so dass man die Zügel wieder angezogen hat. Je nach Inzidenzwert werden Gemeinden gesperrt, menschliche Aktivitäten u. U. stark eingeschränkt. Es ist mittlerweile sehr schwierig geworden, durch das Labyrinth der offenen und geschlossenen Gemeinden zu navigieren. Attraktive Ziele wie Sevilla, Cádiz, Granada, … sind gesperrt ☹️. Darum haben wir uns nach einem Platz für einen längeren Aufenthalt umgesehen.

Gefunden haben wir diesen in El Puerto de Santa María bei Cádiz. Hier stehen wir nun auf einem Campingplatz in Strandnähe. Der Ort El Puerto verfügt über eine gute Infrastruktur. Daher ist das Einkaufen inclusive eines Cafébesuches mit dem Fahrrad sehr unkompliziert. Auch für den frühabendlichen Sundowner und diverse Tapas gibt es viele Anlaufpunkte.

El Puerto de Santa María, unser neuer Standort

Als eingefleischte Freisteher meiden wir normalerweise Campingplätze, aber es sind nun mal Zeiten, die besondere Entscheidungen erzwingen. Also machen wir das Beste daraus, halten weiterhin die AHA-Regeln ein und bewegen uns nur im Außenbereich der Gaststätten.

Während die Portugiesen sich uns gegenüber sehr reserviert verhielten, haben wir in den letzten zwei Wochen bereits sehr nette Begegnungen mit der spanischen Bevölkerung erlebt. Man heißt uns als Touristen in schwierigen Zeiten ganz besonders willkommen 🤗.

Veröffentlicht von

RiRo

Die Reiseblogger

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