Auf zu neuen Ufern đŸ‘

Das lange Warten auf eine Verbesserung der Infektionszahlen hat ein Ende. Die 7-Tage-Inzidenz liegt in Andalusien mittlerweile auf dem Niveau von Deutschland, so dass wir wieder Besichtigungstouren starten können. Wir besuchen Cådiz und Jerez de la Frontera.

CĂĄdiz

CĂĄdiz ist noch nicht dem Tourismus verfallen, sondern hat auch heute noch den Charakter einer lebendigen Hafen- und Handelsstadt. Die Altstadt ist geprĂ€gt von unzĂ€hligen GĂ€sschen, in denen WohnhĂ€user, Schulen, Kirchen, LĂ€den ebenso dicht stehen wie die StĂŒhle und Tische der Gastronomie.

AlcĂĄzar von Jerez de la Frontera

Im Gegensatz zu CĂĄdiz erscheint das Straßenbild von Jerez weitlĂ€ufiger und wird von Studenten belebt. Bodegas zur Herstellung von Sherry – z. Zt. leider fĂŒr Besucher geschlossen – erzeugen im Zentrum ein gutbĂŒrgerliches Ambiente.

Zentrale SehenswĂŒrdigkeit ist fĂŒr uns der AlcĂĄzar aus dem 12. Jh.. Er war ursprĂŒnglich eine maurische Festung mit Palast und Moschee. Aufgrund starker Umbauten durch die Christen im 18. Jh. hat der Palast sein orientalisches Aussehen verloren. Die Moschee wurde umgewidmet in eine Kirche. Das Hamam allerdings ist auch heute noch im ursprĂŒnglichen Zustand zu erkennen.

Weiter fĂŒhrt uns der Weg nach Sevilla, der Hauptstadt Andalusiens.

Zu den bedeutendsten Highlights zÀhlen der kunstvolle Alcåzar-Palast, der unter der Dynastie der maurischen Almohaden erbaut wurde, die gotische Kathedrale, die auch das Grabmal von Christoph Kolumbus beherbergt, sowie die monumentale Plaza de España.

Sevilla mit der Kathedrale und der Plaza de España

Die halbkreisförmige Plaza de España wurde anlÀsslich der Iberoamerikanischen Ausstellung von 1929 gestaltet. Wie ein historisches Bilderbuch erzÀhlen auf Kacheln gemalte Bilder an der Fassade der GebÀude vom jeweiligen geschichtlich bedeutsamsten Ereignis der acht Provinzen Andalusiens.

Kunst in Sevilla: Monasterio de Santa MarĂ­a de las Cuevas und die Holzkonstruktion Metropol Parasol in der Altstadt.

Die Kathedrale war wegen der Pandemie geschlossen, aber wir konnten den AlcĂĄzar-Palast besichtigen. Das Smartphone war dabei in mehrfacher Hinsicht hilfreich: bei der Online-Anmeldung, der Navigation fĂŒr die Anfahrt mit dem Rad und schließlich der FĂŒhrung durch das riesige GelĂ€nde. In jedem Raum konnten wir durch das Scannen eines QR-Codes ErlĂ€uterungen auf Deutsch aus dem Internet herunterladen. ReisefĂŒhrer war gestern!

Im Gegensatz zum AlcĂĄzar von Jerez wurde im AlcĂĄzar von Sevilla auch nach der Zeit der Mauren deren Baustil in vielen Formen und Dekorationen bewahrt. Aus gotischen und maurischen Architekturelementen entwickelte sich hier der fĂŒr Andalusien so typische MudĂ©jar-Stil.

Der AlcĂĄzar von Sevilla

Wir sind erschöpft, lassen uns in der Gastronomie verwöhnen und suchen schließlich gestĂ€rkt einen ruhigen Übernachtungsplatz außerhalb von Sevilla.

Pausensnacks

FĂŒndig werden wir in Carmona. Carmona gehört zu den Ă€ltesten StĂ€dten Andalusiens. Phönizier, Römer sowie die Mauren beherrschten das Gebiet. So verlief die Römerstraße Via Iulia Augusta direkt durch Carmona. In der kleinen Stadt tauchen ĂŒberall Spuren der Vergangenheit auf wie die Stadttore Puerta de CĂłrdoba und Puerta de Sevilla, ferner das Amphitheater und die römischen Nekropolen am Rande der Stadt. Uns ĂŒberraschte ĂŒbrigens, dass wir das GelĂ€nde der Nekropolen kostenlos besichtigen konnten.

Carmona östlich von Sevilla

Nach unserem Ausflug ins Hinterland geht es an die Costa de la Luz zurĂŒck. Wir erreichen Conil de la Frontera und werden in den folgenden Tagen Tarifa an der Straße von Gibraltar aufsuchen.

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