Auf dem Weg nach Italien 🇮🇹

Nordgriechenland im Winter

Nach unserem abenteuerlichen Abstecher zur Insel Euböa geht unsere Tour über Volos quer durch die Berge Nordgriechenlands Richtung Fährhafen Igoumenitsa.

Volos punktet mit einer langen Promenade, die rund um den Hafen verläuft. Auf der einen Seite wechseln sich Restaurants und Cafés ab und auf der anderen Seite sieht man Yachten der Vercharterer, aber auch viele Privatyachten. Wir erinnern uns an einmalig schöne Momente auf der Rafaga, aber auch an die immense Arbeit, die diese Schiffe verursachen😳. Fußläufig zur Strandpromenade entdecken wir mehrere Einkaufsstraßen, die einen Shoppingbummel lohnen. Volos ist kein Highlight, aber ein kleines Schmuckstück auf unserem Weg.

Volos in Weihnachtsstimmung

Auf dem Weg nach Westen sehen wir in der Ferne den schneebedeckten Olymp, den heiligen Berg der griechischen Götter. Auch die Kulisse der Meteora-Klöster (siehe Bericht Okt.‘19) beeindruckt uns wieder.

Für eine kleine Überraschung sorgt bei der Weiterfahrt eine Passstraße, die parallel zur mautpflichtigen Autobahn verläuft. Wir wollten eigentlich nur die Maut sparen und schöne Panoramaansichten genießen. Überrascht müssen wir feststellen, dass auch in GR der Winter eingezogen ist. Denn oben am Pass ist die Straße mit einer dichten Schneedecke bedeckt. Obwohl wir Winterreifen aufgezogen haben, brechen wir die Weiterfahrt ab. Das Schicksal haben wir auf unseren Touren schon oft genug herausgefordert, wir wollen es nicht übertreiben.

Die Meteora-Klöster und ein winterliches Griechenland

Über die Autobahn geht es dann durch kilometerlange Tunnel nach Ioannina und weiter nach Igoumenitsa.

In Ioannina treffen wir auf einen emeretierten Professor aus Athen, der den Exodos der Griechen in Messolongi 1826 in vielen Jahren intensiver Arbeit figürlich dargestellt hat. Dem Kunstgenuss folgt der leibliche Genuss. Die Restaurants haben sich auf kalte Abende eingestellt.

Nach dem Gespräch mit dem Professor und unter dem Eindruck der Ausstellung interessiert sich Rike für die Geschichte von Messolongi. Bei Wikipedia ist zu erfahren:

Messolongi hatte im Freiheitskampf der Griechen gegen die Osmanen 1821 einen bedeutenden Sieg errungen. Die Osmanen gaben jedoch nicht auf und belagerten die Stadt in einer zweiten Angriffswelle.

„Im Frühjahr 1826 war die Situation der Belagerten aussichtslos geworden, so dass für die Nacht des 10. April ein Ausbruch aus der feindlichen Umzingelung beschlossen wurde. Mittels dreier mobiler Brücken versuchten die Einwohner, den die Stadt umgebenden Graben und später die türkischen Linien zu überwinden. Diejenigen Bürger, die zu alt, krank oder geschwächt für eine schnelle Flucht waren, verschanzten sich mit den verbliebenen Munitionsvorräten im Zeughaus und in der Windmühle der Stadt. Der Ausbruchsplan wurde jedoch an die Türken verraten, die somit auf die Situation vorbereitet waren und ein Massaker unter den Flüchtenden anrichteten. Nur einigen Hundert Griechen gelang die Flucht aus dem Belagerungsring, die in der Stadt verbliebenen Bürger sprengten sich nach blutigen Straßenkämpfen gegen die eindringenden Eroberer in den Morgenstunden des 12. April selbst in die Luft.

Mit dem Exodos der Verteidiger Messolongis wurde die Basis für einen nationalen Mythos gelegt, der im griechischen Selbstverständnis bis heute präsent ist. Die enorme symbolische Bedeutung, die den Ereignissen um die Belagerungen zuerkannt wurde, hat dazu geführt, dass viele Fakten und Zahlen von pro-griechischer Seite entstellt oder massiv übertrieben wurden, während Angaben von türkischer Seite kaum überliefert und von der historischen Forschung so gut wie nicht aufgearbeitet sind. Es ist davon auszugehen, dass sich im April 1826 etwa 10.000 Menschen in den Mauern von Messolongi aufhielten, von denen wohl nur 1.000 die Kämpfe überlebten.“

Von Igoumenitsa soll uns eine Fähre nach Brindisi bringen. Da die Fähre aufgrund schlechten Wetters Verspätung hat, müssen wir unser WoMo zwischen Kühllastern parken. Deren Last wird gekühlt, unser Gemüt erhitzt. Neben dröhnenden Motoren stehen wir von 21 Uhr abends bis um 5 Uhr morgens, bis wir nach langer Wartezeit an Bord kommen 😡. Unsere Kabine knatscht und quietscht, das Schiff schlingert, aber die Erschöpfung lässt uns schließlich in den Schlaf fallen😴.

🇮🇹 Italia, wir kommen 👍

Veröffentlicht von

RiRo

Die Reiseblogger

Ein Gedanke zu “Auf dem Weg nach Italien 🇮🇹”

  1. Ihr Lieben, vielen Dank für den Bericht und die wirklich schönen Fotos. Auf meinem eigentlichen Wohnsitz Olymp        ( man nannte mich ja in der Schule „Zeus“) ist es momentan zu kalt und Italien ist zur Zeit zu weit. Deshalb wohne ich zur Zeit in Uentrop hinter dem Ofen.Wir wünschen Euch ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr und – wie man heute ja immer sagt – „bleibt gesund“!!!Anbei Fotos von der Hochzeit (das Datum der Kamera stimmt nicht).Liebe Grüße Thomas und Magdalene

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