Siziliens Ostk√ľste – 1. Teil

Der erste Morgen auf Sizilien

Die √úberfahrt von Villa San Giovanni/Kalabrien nach Messina auf Sizilien war sehr einfach. Beim F√§hranleger vorfahren, Ticket (57‚ā¨) bezahlen, auf die n√§chste F√§hre fahren und in einer knappen halben Stunde ist man dr√ľben.

Messina empfing uns mit dem bekannten Verkehrschaos der S√ľditaliener. Schnell ging es an der zugebauten K√ľste auf der K√ľstenstra√üe Richtung S√ľden. Unser erstes Ziel war Taormina, das eine nette Altstadt und ein antikes Theater mit einem fantastischen Blick auf den √Ątna besitzt.

Taormina, die historische Stadt am Fu√üe des √Ątna

Einer der ersten Touristen Taorminas war im Jahr 1787 Johann Wolfgang von Goethe, der der Stadt einige Seiten in seinem Buch ‚ÄěItalienische Reise‚Äú widmete. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts begann der Tourismus aufzubl√ľhen. Der Maler Otto Geleng machte durch seine Landschaftsbilder von Taormina und Umgebung den Ort weit √ľber Sizilien hinaus bekannt. F√ľr Aufmerksamkeit sorgten auch die Fotografien von Wilhelm von Gloeden. Geleng und von Gloeden lockten weitere K√ľnstler an wie zum Beispiel Oscar Wilde, D. H. Lawrence, Thomas Mann und Richard Strauss.

Im 20. u. 21. Jh. besuchten schlie√ülich so bekannte Pers√∂nlichkeiten wie Rike+Robert den OrtūüėČ.

Nach zwei √úbernachtungen auf einem Stellplatz in Giardini Naxos wartete der √Ątna auf uns. Zwei markante Punkte kann man mit dem Reisemobil anfahren, im Norden den Parkplatz Rifugio Citelli auf 1750m H√∂he und im S√ľden den Parkplatz Rifugio Sapienza auf 2000m H√∂he.

Nord- und S√ľdseite des √Ątna

Auf der n√∂rdlichen Route √ľberraschte uns eine wei√üe Schneelandschaft, so dass pl√∂tzlich l√§ngst vergessene winterliche Gef√ľhle aufkamen. Weil es nachts auf dieser H√∂he sehr kalt wird, suchten wir uns einen √úbernachtungsplatz in einer tieferen Region bei Zafferana.

Am n√§chsten Tag befuhren wir die S√ľdroute. Die Fahrt ging auf Serpentinen durch ausgedehnte Lavafelder aufw√§rts. Auf der sonnigen S√ľdseite war kaum noch Schnee zu entdecken. Vom Parkplatz Rifugio Sapienza kann man mit Seilbahn und Gel√§ndebus weiter hangaufw√§rts Richtung Krater fahren. Dieser Aufstieg sollte 160‚ā¨ kosten. Da wir schon in mehrere Vulkankrater geblickt haben (z.B. auf Stromboli in I oder auf Nisyros in GR, wo wir in einer brodelnden Fumarole Eier kochten), verzichteten wir auf diesen teuren Ausflug.

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