Die Südküste Siziliens

Unterwegs an der Südküste

Ein Besuch im archäologischen Park Valle dei Templi (Tal der Tempel) in Agrigento gehört zu den Höhepunkten einer Sizilienreise. Die Anlage umfasst 1.300 Hektar und ist die größte dieser Art in der ganzen Welt. Der archaölogische Park besteht aus einer Reihe von z.T. hervorragend erhaltenen dorischen Tempeln, die im 5. Jahrhundert v. Chr. gebaut wurden und Macht und Reichtum der damaligen griechischen Kolonie Akragas widerspiegeln. Der wichtigste und bekannteste Tempel ist der Concordiatempel, der bis 2007 restauriert wurde.

Im Tal der Tempel bei Agrigento

Nicht nur die Griechen haben auf Sizilien ihre Spuren hinterlassen, sondern auch die Römer. Davon zeugt die Villa Romana Del Casale aus dem 4. Jh. n. Chr.

Diese eindrucksvolle Villa liegt in der Provinz Enna, im Herzen von Sizilien, und war Wohnsitz einer römischen Adelsfamilie. Die Bodenmosaike zeigen Szenen aus der Mythologie, offenbaren aber auch den Alltag der Familie und die besonderen Vorlieben des Hausherrn. Sie gelten als die schönsten und besterhaltenen ihrer Art. Der hervorragende Zustand ist einem Erdrutsch zu verdanken, der das Haus unter Schlammlawinen begrub, bis im 20. Jh. erste Ausgrabungen stattfanden.

Villa Romana Del Casale

1968 zerstörte ein verheerendes Erdbeben viele Städte und Dörfer im Süden Siziliens. Einige wurden aufgegeben, andere wiederaufgebaut – eine sprudelnde Quelle für die Mafia.

Ein Teil der Ruinen von Gibellina Vecchia wurde vom Künstler Alberto Burri unter einer dicken Schicht aus weißem Beton begraben. Begehbare Einschnitte über den alten Gassen vermitteln einen Eindruck von der Enge der ursprünglichen Stadt.

Landschaftlich wird die Südküste in weiten Teilen geprägt von Obst- und Gemüseplantagen, die den Norden Europas beliefern. Hier finden wir erneut traurige Zustände vor.

Momentaufnahmen an der Südküste

Zwischendurch versöhnen Frühlingsboten abseits der Straßen unsere Augen.

Eine Kuriosität auf Sizilien stellen die Friedhöfe dar. Aus der Ferne sehen sie zum Teil wie eine Ansammlung von Tiny-Häusern aus.

Friedhof in Modica

Zum Schluss unserer Tour entlang der Süd- und Westküste (mit Abstechern ins Inselinnere) finden wir einen grandiosen Strandplatz in einer weitläufigen, unbebauten Bucht am Kap „San Vito Lo Capo“.

Abendstimmung am Kap San Vito Lo Capo

Veröffentlicht von

RiRo

Die Reiseblogger

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